Archiv für Kategorie News

Centralplatz oben auf der Wunschliste

Stadtsanierung: Entscheidung vertagt

Die Innenstadt muss attraktiver werden. Der Centralplatz steht ganz oben auf der Projektliste. /// Foto: Wilke/Kreiszeitung

Twistringen (tw) • Centralplatz und Umfeld, Marktplatz und Randbereiche der B51 haben für alle Beteiligten Vorrang. Die Zeit drängt, indes will die Stadt Twistringen rund 800.000 Euro als restliche Landesmittel aus der Städtebauförderung und 400.000 Euro Eigenanteil rechtzeitig verplanen und dringlichste Maßnahmen noch in 2013 umsetzen. Die Mehrheits-CDU wollte am Dienstagabend im Bauausschuss des Rates die Prioritätenliste aber noch nicht absegnen. „Wir brauchen noch Zeit, und wollen auch mit den Anliegern reden“, erklärte CDU-Sprecher Hubert Diephaus-Borchers. So sah es auch Fritz Wüppenhorst (FDP).

Bürgermeister Karl Meyer sowie Bündnisgrüne und SPD wirkten verwundert. Unter dem Vorsitz von Manfred Rickers (CDU), der sich enthielt, hatte der Bürgermeister mit Fachbereichsleiter Christian Gelhaus erläutert, dass Twistringen bis 2015 vom Land „ausgefördert“ werde. Seit 2001 seien in die Innenstadtsanierung rund 2,4 Millionen Euro geflossen – in die Langen- (708.000 Euro) und Georgstraße (473.000), Vechtaer Straße bis zum Kreisverkehr (291.000) sowie Parkplatz Bahnhofstraße / St. Annenstraße (92.000), Bahnhofsvorplatz (46.000 Euro Planungskosten), für den Ankauf des Bahnhofsgebäudes (105.000) und in die Umgestaltung der Grundschule am Markt (99.000 Euro).
Hier seien wichtige Akzente für die Stadtentwicklung gesetzt worden. Nun bewege man sich auf die Zielgerade, betonte Karl Meyer. Für die letzte Etappe stünden rund 1,2 Millionen Euro zur Verfügung. Mit dem Thema habe sich der Bauausschuss zuletzt kurz vor Weihnachten beschäftigt. Im Kern ging es um Markt- sowie Centralplatz, Parkplatz Bahnhofstraße mit rückwärtiger Erschließung und Bahnhofsbereich sowie Straßenumgestaltungen. Beispielsweise: Brunnen-, Kirch- und Große Straße, außerdem verschiedene Querungshilfen.
Der Bürgermeister drängte am Dienstagabend auf eine rasche Entscheidung für die Prioritätenliste, um zeitnah Planungsaufträge vergeben zu können und Ende 2012 die Kostenberechnungen vorliegen zu haben.

Vor dem Hintergrund der 2011 gestarteten Stadtmarketingoffensive schlug die Verwaltung Central- und Marktplatz, jeweils mit den angrenzenden Straßen, und den B51-Seitenraum vor. Hier habe man die Möglichkeit, „mit vielen Akteuren etwas Außergewöhnliches zu schaffen“ und die Innenstadt attraktiver zu machen. Mit der Gemeinschaft der Twistringer Unternehmen (GUT) habe man schon gesprochen. Deren Sprecher Christian Wiese: „Auf unserer Wunschliste steht der Centralplatz ganz oben.“ Kein Projekt werde soviel Außenwirkung haben.
Karl Meyer meinte, der Centralplatz müsse vorausschauend (mit Blick auf eine spätere Verlegung der B51 aus der Stadt) als Gesamt-Ensemble beplant werden. Die Projekte sollten „in aller Breite und Tiefe“ diskutiert werden. Alle Bürger seien gefragt. Und: Es gebe schon potenzielle private Investoren, hieß es.
Hermann Niederwestberg (Bündnisgrüner) könnte sich auch eine Teilbebauung auf dem Centralplatz vorstellen. Damit konnte sich Fritz Wüppenhorst aber gar nicht anfreunden. Niederwestberg: Kirch- sowie Bachstraße („Ein kleines Idyll“) müssten aber mit beplant werden.

Quelle: Kreiszeitung vom 02. Februar 2012

,

Keine Kommentare

Neue FDP-Spitze

Ortsvorstand 2012

Die FDP Twistringen hat auf ihrem Ortsparteitag die Vorstandsspitze neu gewählt. Der bisherige Ortsvorsitzende Detlef Seliger stand für eine erneute Wahlperiode nicht zur Verfügung, so dass ein neuer Vorsitzender gefunden werden musste. In einer offenen Wahl kam es zu folgenden Ergebnissen:

Ortsvorsitzender Fritz Wüppenhorst, stellvertretener Ortsvorsitzender Detlef Seliger, Schatzmeister Markus Thiede, EDV-Beauftragter Marcel Schiller, Pressesprecher Jürgen Huntemann.

Quelle: Kreiszeitung vom 01.02.2012

Keine Kommentare

Feuerwehrwünsche zunächst “auf Eis gelegt”

CDU setzt Tagesordnungspunkt im Feuerlöschausschuss der Stadt Twistringen ab / Spardebatte um Defizit 2012

Feuerlöschausschuss

Blick in die Atemschutzplegestelle im Twistringer Feuerwehrhaus: Stadtbrandmeister Heinrich Meyer-Hanschen (2.v.r.) erklärte die Problematik. /// Foto: Wilke/Kreiszeitung

Twistringen (tw) • Niemand bestritt die dringendsten Anschaffungen für die Twistringer Feuerwehren in diesem Jahr. Nun sind sie zunächst aber „auf Eis gelegt“. Am Donnerstagabend im Ratsausschuss für das Feuerlöschwesen setzte die CDU-Mehrheit durch, dass der Tagesordnungspunkt, der knapp 160.000 Euro umfasst, abgesetzt und zurück in die Fraktionen verwiesen wurde.
Wegen der noch ausstehenden fraktionsübergreifenden Gespräche mit der Verwaltungsspitze zum Defizit im Haushalt 2012 wollten die Christdemokraten weder dem Vorschlag in der Tischvorlage, die Beträge im Finanzetat vorzusehen, zustimmen, noch dem Kompromissvorschlag des Vorsitzenden Werner Schütte aus Natenstedt, die Beschlussempfehlung um den Zusatz „…sofern die Finanzierung gesichert ist“ zu ergänzen. Am Ende meinte Feuerwehrmitglied und Zuhörer Markus Tegeler in Richtung CDU: „Das ist das falsche Signal.“

Zuvor hatte Stadtbrandmeister Heinrich Meyer-Hanschen die Wünsche der Twistringer Feuerwehren erläutert. Auf der Liste mit Katalogpreisen: ein Druckbelüfter für 2.700 Euro, ein leistungsstärkerer Stromerzeuger, stationiert in Heiligenloh, zur unabhängigen Löschwasserversorgung aus Tiefbrunnen, etwa bei Einsätzen am Krankenhaus oder am Gymnasium, für rund 7.600 Euro, ein Satz neuer Rohrdichtkissen (gegen Eindringen von Öl, Benzin oder Löschwasser ins Kanalnetz) für 3.500 Euro, eine Tauchpumpe Schmutzwasser (bei voll gelaufenen Kellern) für die Ortswehr Heiligenloh für 1.200 Euro.
Vorgesehen ist außerdem eine Sondersignalanlage (Blaulicht und Martinshorn) für das im Ernstfall eingesetzte Privatauto des Stadtbrandmeisters als „Kommandofahrzeug“. Kosten: um die 1.000 Euro. Die Rüssener Ortswehr braucht eine neue vierteilige Steckleiter (rund 800 Euro), für das Feuerwehrhaus in Twistringen wird eine Notstromversorgung bei großflächigen Stromausfällen benötigt (850 Euro).
Das zureichende Büro im Feuerwehrhaus muss neu ausgestattet werden, insbesondere mit PC und DIN-A3-Vierfarbdrucker (insgesamt für 5.500 Euro), vor allem für die stetig zu aktualisierenden Einsatzpläne, die Gewerbebetriebe betreffen. Zurzeit sind es 21 Pläne. Der zu leistende Aufwand wächst von Jahr zu Jahr. Die Anschaffung, so Meyer-Hanschen, sei aus Zeit- und Kostenersparnisgründen erforderlich.
Die Atemschutzpflegestelle im Feuerwehrhaus braucht Gerät und Software, um den ehrenamtlichen Gerätewart Guido Kunst zu entlasten. Bislang muss er die Barcodes der Atemschutzgeräte per Hand eingeben und eine umfangreiche Dokumentation anlegen, alles in seiner Freizeit. In Zukunft soll ihm das Einscannen die Arbeit erleichtern.

Nach dem 2011 vom Rat beschlossenen Finanzierungskonzept zur Anschaffung neuer Fahrzeuge bis 2020 sind in diesem Jahr 130.000 Euro vorgesehen, an Zuschüssen für Fahrzeuge 20.000 Euro.
Im Fachausschuss ging es auch um Ersatzbeschaffungen im Bereich Atemschutz. Kostenpunkt: rund 8.000 Euro, unter anderem für zwei leichtere Druckluftflaschen (Rettungspack), vier Lungenautomaten und neun Atemmasken. Hinzu käme, so Meyer-Hanschen, dass es immer mehr Brillenträger gebe. Für sie müssten auf die Masken abgestimmte Brillen angefertigt werden.

Frank Hammann (CDU) brachte den Antrag ein, den gesamten Tagesordnungspunkt zu vertagen und von der Feuerwehr eine Prioritätenliste einzuholen, ebenso sahen es Fraktionskollege Rolf Meyer („Wir wissen noch nicht, wo wir finanziell stehen“) und FDP-Vertreter Ansgar Wilkens, der an das Haushaltsdefizit von mehr als 800.000 Euro erinnerte.
Die Feuerwehr reagierte erstaunt, sie hatte schon in ihrer gewohnten Bescheidenheit nur die dringlichsten Punkte aufgelistet. Bürgermeister Karl Meyer schlug sich wie andere im Ausschuss auf die Seite der Feuerwehr: „Keiner draußen sieht den enormen Aufwand der Feuerwehr hinter den Kulissen. Wir als Stadt sind verpflichtet, sie vernünftig auszustatten.“ SPD und Grüne waren gegen den CDU-Antrag.

Quelle: Kreiszeitung vom 28.01.2012

Keine Kommentare

Neuer Vorstand gewählt

Twistringen (sot) • Die FDP Twistringen hat einen neuen Vorstand gewählt. Der bisherige Ortsvorsitzende Detlev Seliger stand für eine Wiederwahl auf dem Ortsparteitag, der kürzlich stattgefunden hat, nicht mehr zur Verfügung. Neuer FDP-Vorsitzender ist nun Fritz Wüppenhorst, Detlev Seliger sein Stellvertreter. Als Schatzmeister wurde Markus Thiede gewählt, der neue Pressesprecher ist fortan Jürgen Huntemann. Marcel Schiller ist weiterhin EDV-Beauftragter des Ortsverbandes.

Quelle: Syker Kurier vom 25.01.2012

Der oben stehende Artikel wurde von der FDP Twistringen berichtigt, da die Schreibweise eines Names falsch war.

Keine Kommentare

Ortsparteitag 2012

Wie in jedem Jahr hat auch der FDP Ortsverband Twistringen seine Jahreshauptversammlung – seinen Ortsparteitag 2012. Am heutigen Donnerstag, den 19.01.2012 findet dieser um 20.00 Uhr im Hotel zur Börse (Bahnhofstraße 71, 27239 Twistringen) statt.

Folgende Tagesordnung ist vorgesehen:
1. Begrüßung und Genehmigung der Tagesordnung und des Protokolls vom 31.01.2011
2. Totenehrung
3. Bericht des Vorsitzenden
4. Bericht des Schatzmeisters
5. Aussprache zu TOP 3 und 4
6. Bericht des Rechnungsprüfers
7. Entlastung des Vorstandes
8. Neuwahlen des Vorstandes
9. Verschiedenes

1 Kommentar

Endausbau ab Mitte 2012

Nachfragen im Scharrendorfer Ortsrat / Straßen-Reihenfolge steht fest

News

Foto: Wikimedia Commons

Scharrendorf (tw) • Die Scharrendorfer beschäftigen seit mehr als 20 Jahren Oberflächenentwässerung und Straßenausbau in den Wohngebieten. In den vergangenen Monaten hat nun der Oldenburgisch-Ostfriesische Waserverband (OOWV) die notwendigen Regenrückhaltebecken bauen können. Mitte 2012 beginnt der Straßenbau.

Auf Nachfrage erklärte Twistringens Erste Stadträtin Birgit Klingbeil am Mittwochabend im Scharrendorfer Ortsrat, dass Mitte 2012 mit dem Endausbau begonnen werde. Ortsbürgermeister Hubert Diephaus-Borchers: “Die Maßnahmen zur Oberflächenentwässerung laufen schon. Es hat sich, so gesehen, ganz gut gefügt.” Der Zeitplan sei bekannt. Zunächst würden Amsel – und Fliederweg sowie Alte Schulstraße, Drosselweg und Am Buschacker ausgebaut. Dafür seien ab Jahresmitte jeweils sechs bis neune Wochen vorgesehen, je nach Wetterlage. Der Restausbau folge 2013.
Auf weitere Nachfragen erklärten Klingbeil und Diephaus-Borchers, es werde rechtzeitig Anliegerversammlungen für die einzelnen Straßenabschnitte geben.

Ein weiteres Thema: Die Scharrendorfer brauchen eine dauerhaft gute Wegeverbindung zwischen der Sulinger Straße und der Steller Straße, entlang der Bahnstrecke. Sie werde heute schon gut angenommen, so Diephaus-Borchers. Allerdings sei die Fahrbahn ziemlich rau. Der Ortsbürgermeister: “Da ist eine zusätzliche Oberflächenbehandlung notwendig.” Die Anregung von Peter Nölker, an der Einmündung auf die Steller Straße sollte ein größerer Spiegel aufgestellt werden, notierte Protokollantin Sonja Rabbe aus dem Rathaus gleich mit.

Quelle: Kreiszeitung vom 10. Dezember 2011

Keine Kommentare

Gefahren im Tunnel

Radfahrer-Regelung dringend ändern

Achtung

Foto: linksunten.indymedia.org

Twistringen (tw) • In der konstituierenden Sitzung des Scharrendorfer Ortsrates schlug Rolf Meyer vor, die Radfahrer-Regelung im Bereich des Bahntunnels zu ändern. Es sei brandgefährlich, wenn sich auf der rechten Seite in Richtung Innenstadt Radler begegnen, es habe schon einige Unfälle gegeben. Aus Richtung Scharrendorf sollten die Radfahrer in Zunkunft nur noch den rechten Weg benutzen, aus der Stadt heraus ebenso nur rechts fahren. Entsprechend müsse der Bereich ausgeschildert werden, so Rolf Meyer an die Adresse der Stadtverwaltung.

Quelle: Kreiszeitung vom 10. Dezember 2011

Keine Kommentare

Albert Rasche an der Spitze

Neuer Ortsbürgermeister in Stelle / Conrad Schütte geht und kommt zurück

Ortsrat Stelle

Im Ortsrat in Stelle (v.l.): Karl Meyer, Gerhard Schröder, Ursula Nölker, Conrad Schütte, Silvio Bittner, Albert Borchers, Jens Weymann, Hermann-Josef Kunst und Albert Rasche. /// Foto: Wilke/Kreiszeitung

Stelle (tw) • Der am 11. September neu gewählte Ortsrat von Stelle hat am Donnerstagabend in der Schießsporthalle ein neues Kapitel für die kommenden fünf Jahre aufgeschlagen. Bei der konstituierenden Sitzung, im Beisein zahlreicher Einwohner, sorgte allerdings Conrad Schütte für einen besonderen Eintrag: Er verließ aus Protest die Sitzung, als der neue Ortsbürgermeister Albert Rasche gewählt wurde.

“Aufgaben nach besten Wissen und Gewissen unparteiisch erfüllen – dem Wohle der Allgemeinheit verpflichtet”, heißt es unter anderem in der Formel: Mit Handschlag verpflichtet wurden die neu gewählten Ortsratsmitglieder von Twistringens Bürgermeister Karl Meyer und auf Amtsverschwiegenheit sowie Mitwirkungs- und Vertretungsverbot hingewiesen.

Nicht zum letzten Mal erlebten Beobachter einen heftigen Auftritt von Conrad Schütte, der in der Vergangenheit mehrfach vergeblich um den Posten des Ortsbürgermeisters gerungen hatte. Am Donnerstagabend eröffnete er als Ortsratsältester die Sitzung und beklagte sich: Im Vorfeld sei Albert Rasche (dieser holte die meisten Wählerstimmen) von dieser Zeitung schon als Favorit für den Posten ausgerufen worden. Rasche selbst betonte, er sei ebenso wie alle vom Vorbericht überrascht gewesen. Conrad Schütte: “Ich habe verscuht, für mich eine Mehrheit zu finden …” Er wolle nun gar nichts mehr davon wissen. Sprach’s und verließ die Ortsratsrunde, als man zur Wahl schritt. Unter der Leitung von Hermann-Josef Kunst, wurde Albert Rasche einmütig zum neuen Ortsratsvorsitzenden bestimmt.
Rasche er,unterte die Bevölkerung, sich gerne mit Sorgen, Nöten und Anregungen an ihn und den gesamten Ortsrat zu wenden. Im Gremium selbst wünschte sich Rasche eine “gute kollegiale und freundschaftliche Zusammenarbeit”.
Dann kehrte Schütte an den Tisch zurück. Zu gleichberechtigten Stellvertretern wurden Albert Borchers und Hermann-Josef Kunst gewählt. Rasche hatte zuvor noch Schütte als einen Stellvertreter vorgeschlagen. Aber dieser verzichtete mit der Bemerkung, er wolle doch nicht “noch eine Klatsche kriegen”.
Conrad Schütte ist schon viele Jahre Ortsratsmitglied, höchst engagiert und erfahren. Der Landwirt vom Bokelskamp zog sich nun nicht enttäuscht in die Schmollecke zurück, sondern beteiligte sich, wie ihn die Steller kennen, weiterhin rege an den Diskussionen und Beratungen, kritisierte hier, lobte da und regte auch so manches an.

Der Ortsrat braucht mehr Geld von der Stadt Twistringen. Das Ortsbudget – zur zeit noch rund 1.800 Euro – reicht bei weitem nicht aus, um alle Gräben, Wirtschaftswege und Seitenräume zu unterhalten. Bei Bürgermeister Meyer stieß der Rat auf offene Ohren. Die Stadt setzt auch 2012 mehr Geld für Gräben ein.

Fünf Jahre engagierte sich Gerhard Schröder im Ortsrat, ab Mitte der Wahlperiode auch als Ortsbürgermeister für den ausgeschiedenen Manfred Diephaus. Beide hätten sich für das Gemeinwohl eingesetzt, lobte Bürgermeister Meyer. “Wir haben häufig miteinander gesprochen und du warst sehr um das Wohl Stelles bemüht”, so Meyer schließlich an Gerhard Schröder, der zum Abschied ein Präsent erhielt.

Quelle: Kreiszeitung vom 10. Dezember 2011

Keine Kommentare

“Kreative Welle” für den Bahnhof

Ortsrat diskutiert Stadtentwicklung / Renate Horstmann bleibt Vorsitzende

Ortsrat Twistringen

Die wiedergewählte Ortsratsvorsitzende Renate Horstmann (links) und die Allgemeine Vertreterin des Bürgermeister, Birgit Klingbeil, verabschiedeten Hermann Brackmann (2.v.l.) und Wolfgang Holst aus dem Ortsrat Twistringen. /// Foto: Büntemeyer/Kreiszeitung

Twistringen (Heinrich Büntemeyer) • Renate Horstmann bleibt Twistringer Ortsratsvorsitzende. Einstimmig bestätigte der neu gewählte Ortsrat sie am Montagabend in ihrem Amt. Ebenfalls ohne Gegenstimme wurden Frank Hagmann und Gerhard Burchard zu ihren Stellvertretern gewählt.
Zu Beginn der Versammlung verabschiedete die Allgemeine Vertreterin des Bürgermeisters, Birgit Klingbeil, die Ortsratsmitglieder Hermann Brackmann und Wolfgang Holst. Beide hatten dem Ortsrat zehn Jahre angehört.
Renate Horstmann bedankte sich für die Wahl und bat ihre Kolleginnen und Kollegen im Ortsrat, unterschiedliche Meinungen fair auszudiskutieren und sachlich zu argumentieren, “damit wir anschließend wieder miteinander reden können”.

Im Haushaltsplan 2012 stehen dem Ortsrat Twistringen noch 5.762 Euro für Wege- und Gräben-Unterhaltung zur Verfügung. Damit würden die begonnenen Sanierungsmaßnahmen im Ortsteil fortgesetzt. Der Schwerpunkt im kommunalen Straßenbau werden 2012 jedoch in Scharrendorf gesetzt, so Klingbeil.
Sie informierte den Ortsrat darüber, dass für die ehemalige Schule an der Steller Straße die Umbaugenehmigung vorliegt. Hier wird eine Krippe für zwei Gruppen mit jeweils 15 Kindern eingerichtet. Für die weitere Nutzung des Gebäudes können sich noch Interessenten melden – das Blasorchester habe bereits Interesse bekundet, hieß es.
Intensiv wurde über die Stadtentwicklung diskutiert. “Schwachpunkte” der Außendarstellung seinen Bahnhof und Bahnhofsplatz.
Hier möchte der Ortsrat “eine kreative Welle” auslösen und Schulen und andere Kreative der Stadt bitten, sich an der “Aufhübschung” des Vorgeländes und der Fassade zu beteiligen. Man war sich einig, dass Dach und Fassade des Gebäudes so weit hergerichtet werden müssen, dass es nicht verfällt und keine Passanten gefährdet.
Wie die “Twistringer Schnecke” und damit die in der Region einmaligen Vorkommen von tertiären Versteinerungen für den sanften Tourismus genutzt werden können, war ebenfalls Thema. “Es ist ein Potential, das es wert ist, aufgeschlossen zu werden”, stimmte Birgit Klingbeil zu. Eventuell sollten die alte Schürfstelle und die Tongruben bei der Zigelei geöffnet und als Lehrpfad genutzt werden. Dankbar nahm der Rat das Angebot von Wolfgang Holst entgegen, der für eine mögliche Ausstellung Teile seiner großen Sammlung von Fundstücken aus der Tongrube zur Verstellen würde.

Der Ortsrat mahnte die Landwirte, die Grenzen einzuhalten und nicht in die Wegseitenränder heineinzupflügen. Ortsbürgermeisterin Renate Horstmann hofft, dass dieses Problem im Einvernehmen mit den betroffenen Landwirten gelöst wird. Ortsratsmitglied Bernhard Schlake wurde zum “Wege-Beaufsichtigter” bewählt. Er wird Anfang Januar eine Wege- und Heckenbereisung organisieren, zu der auch Vertreter des Wegezweckverbandes und der Jagdgenossenschaft eingeladen werden.

Quelle: Kreiszeitung vom 30.11.2011

Keine Kommentare

Die Einstimmigen

Sieben Mitglieder hat der Ortsrat Altenmarhorst – alle stehen auf der CDU-Liste

Ortsrat Altenmarhorst

Der Ortsrat Altenmarhorst mit dem Jüngsten ganz vorne (v.l.) Henning Thies, Albert Roberg, Berthold Beuke, Andreas Wiese, Ortsbürgermeister Manfred Rickers, Silke Tegeler und Markus Tegeler. /// Foto: Helms/Kreiszeitung

Marhorst (Arne Helms) • An die letzte Entscheidung, die nicht einstimmig gefallen ist, können sie sich im Ortsrat Altenmarhorst gar nicht mehr erinnern. “Gab es schon”, sagt Ortsbürgermeister Manfred Rickers, zuckte auf die Frage hin, wann das denn gewesen sei, aber nur mit den Schulter. Die 627 Wahlberechtigten der Ortschaft hatten am 11. September die Auswahl zwischen zehn Kandidaten für den Ortsrat – alle standen auf der CDU-Liste. Sieben von ihnen sitzen jetzt in der Gaststätte Lehmkuhl und haken nacheinander die Tagesordnungspunkte ab. Einstimmig, klar. Wenn da nur diese Sache mit dem Fahrradweg nicht wäre …

Brigitte Beuke-Kaunat

Twistringens Bürgermeister Karl Meyer verabschiedete Brigitte Beuke-Kaunat aus dem Ortsrat von Altenmarhorst. /// Foto: Helms/Kreiszeitung

Wie Andreas Thies auch ist Brigitte Beuke-Kaunat, 52, nach zehn Jahren aus dem Ortsrat ausgeschieden. Von Twistringens Bürgermeister Karl Meyer gibt es für die engagierte Arbeit lobende Worte, Sekt in Plastikfolie und ein augenzwinkerndes “Alles Gute im unpolitischen Ruhestand”. Dass sich die Frau jetzt deswegen keinen Maulkorb verpasst, weiß Meyer. Und so sitzt sie während der Sitzung als Zuhörerin am Tisch.

Der unbeleuchtete Fahrradweg Richtung Twistringer Gymnasium treibt Beuke-Kaunat um. Die Straßenlaternen stehen auf dem Teilstück der Vechtaer Straße dort, wo sie für die Radfahrer wertlos sind – auf der gegenüberliegenden Seite des Fahrradwegs. Eine tiefe Baugrube werde dadurch fast unsichtbar. “Lebensgefährlich ist das”, sagt Beuke-Kraunat, gerade für die Schüler, die mit dem Rad nach Twistringen fahren. “Die ist aber auch tief”, raunt Silke Tegeler, neu im Rat zustimmend. Und der 20-jährige Henning Thies, der der Pflichtenbelehrung durch den Bürgermeister als neu Gewählter ehrfürchtig folgt, beklagt, das auf einer Seite der Baustelle fehlende Warnschild.
Ratsmitglied Markus Tegeler ist das zu viel Tohuwabohu. “Irgendwann muss man auch mal bauen können, sonst brauchen wir gar nichts mehr machen”, sagt er und reibt sich die Stirn. Ein Streit? Oder zumistest ein kleiner Zwist? Nicht wirklich. Der Ton beleibt sachlich. Und in der Tatsache, dass die Straßenlaternen auf die andere Straßenseite gehören, sind sich ja auch alle einig. Er werde sich mit dem für Straße zuständigen Land in Verbindung setzen, verspricht Bürgermeister Meyer.

“Wir bereiten unsere Entscheidungen gut vor”, erklärt Markus Tegeler die Geschlossenheit des Ortsrates, der intern auch heftig diskutiere, um nach außen aber mit einer Stimme zu sprechen. Und so ist es wenig verwunderlich, dass die Entscheidungen des Abends einstimmig getroffen werden. Manfred Rickers, 53, geht in seine dritte Wahlperiode als Ortsbürgermeister, Andreas Wiese ist sein Stellvertreter. Der Weg von der Colnrader Straße zum Waldkindergarten heißt jetzt Kartenbäker Weg. Von den 600.000 Euro teuren Maßnahmen der Flurbereinigung im nächsten Jahr, zu 75 Prozent vom Land Niedersachsen getragen, sind die Straßen Buschheide, Am Goldberg, Wildeshäuser Weg und ein Stück der Padlandstraße betroffen.
Weil der Ortsbürgermeister vor allem “bei der Pflege der Gräben weiterkommen” will, hofft Altenmarhorst auf eine Erhöhung seines Budgets durch die Stadt. Bisher waren es 7.400 Euro. Weil man aber neben dem Kindergarten ein Archiv anlegen und den Platz bei der Kirche umgestallten möchte, darf es etwas mehr sein. Vielleicht hat die Stadt ja mehr zu verteilen, wenn es auch in Marhorst demnächst Windkraftanlagen gibt. die Runde in der Gaststätte ist zumindest offen dafür. Nur den Auswärtigen, denen wolle man da “nicht das Feld überlassen”, heißt es. Eine Bürgerbeteiligung wäre gut, findet einer. Kein Widerspruch – zumindest nicht öffentlich.

Quelle: Kreiszeitung vom 26.11.2011

Keine Kommentare