Beiträge getagged mit Geburtshilfestation Bassum
Resolution
Verfasst von Marcel Schiller unter News am 1. November 2011
des Rates zur geplanten Schließung der Geburtshilfeabteilung des Krankenhauses Bassum
Der Rat der Stadt Twistringen fordert den St. Ansgar Klinikverbund auf, die Entscheidung zur Schließung der Geburtshilfeabteilung am Krankenhaus Bassum zurück zu nehmen.
Der Landkreis Diepholz gehört zu den flächenmäßig größten Landkreisen in Niedersachsen. Insbesondere Kinder- und Familienfreundlichkeit werden hier praktisch gelebt. Dazu zählt auch eine gute flächenmäßige Präsenz unserer Einrichtungen auf dem Krankenhaussektor. Denn die Menschen in unserer Region wollen weiterhin dort medizinisch kompetent versorgt werden, wo sie zu Hause sind.
Mit der geplanten Schließung der Geburtshilfeabteilung im Krankenhaus Bassum geht ein wesentliches Strukturmerkmal in unserem ländlichen Raum verloren. Das Bemühen im Landkreis Diepholz, eine auf „Familienfreundlichkeit” ausgerichtete Politik zu betreiben, wird mit der Aufsichtsratsentscheidung vom 6. September 2011 konterkariert.
Mit Erstaunen haben wir von der geplanten Schließung aus der Presse Kenntnis nehmen müssen. Die genauen Gründe, die den Krankenhausträger zu dieser Entscheidung bewogen haben, sind für uns derzeit leider weder transparent noch nachvollziehbar.
Der Rat der Stadt Twistringen unterstützt ausdrücklich den vielfältigen Widerstand der Bevölkerung aus den unterschiedlichsten Orten des gesamten Landkreises gegen diese Entscheidung des St. Ansgar Klinikverbunds.
Deshalb setzen wir uns dafür ein, gemeinsam mit den anderen Kommunen des Landkreises mit dem St. Ansgar Klinikverbund in Kontakt zu treten und nach einer zukunftsfähigen und unsere strukturellen Belange berücksichtigenden Lösung zu suchen, um die drohende Schließung der Geburtshilfeabteilung in Bassum zu verhindern.
Twistringen, 01.11.2011
FDP: “Schließung der Geburtshilfe verhindern”
Verfasst von Marcel Schiller unter News am 1. November 2011
Liberale stellen Dringlichkeits-Antrag an den Kreistag / Donnerstag Abstimmung
Diepholz/Bassum (sdl) • Die FDP-Kreistagsfraktion will die Schließung der Geburtshilfeabteilung in Bassum verhindern – und gleichzeitig Möglichkeiten für ein Geburtshaus prüfen lassen. Einen entsprechenden Dringlichkeits-Antrag hat sie an den Kreistag gestellt. das Papier liegt am Donnerstag in der konstituierenden Sitzung auf dem Tisch, die um 15 Uhr in der Kreissparkasse Diepholz beginnt.
Liberale Forderung: Per Beschluss soll der Kreistag dokumentieren, “dass die Erhaltung eines stationären Angebots für die Geburtshilfe im Landkreis Diepholz eine kreispolitische Aufgabe von höchster Priorität ist”. Ein solcher Beschluss sei angesichts der bisherigen Entscheidungen der Kreisgremien zum strategischen Ziel “Ausbau und Weiterentwicklung der Familienfreundlichkeit im Landkreis” nur folgerichtig und konsequent.
FDP-Fraktionschef Rolf Husmann: “Familienfreundlichkeit bietet Standortvorteile und stoppt Abwanderungstendenzen als Folge des demografischen Wandels.” Der einwohnerstarke Flächenlandkreis Diepholz sei ohne Angebot für die stationäre Geburtshilfe nicht familienfreundlich aufgestellt. Deshalb soll der Kreistag dem Landrat per Beschluss folgenden Auftrag erteilen: Gemeinsam mit dem Klinikverbund soll Cord Bockhop erörtern, unter welchen Bedingungen die Schließung der Geburtshilfeabteilung in Bassum verhindert werden kann – und was sowohl der Landkreis als auch die Städte und Gemeinden dazu beitragen könnten. Außerdem FDP-Wunsch: “Der Landrat prüft die Möglichkeit, im Landkreis ein Geburtshaus für stationäre Entbindungen einzurichten.” Die Liberalen fordern Modelle dafür. Sie sollen darstellen, unter welchen organisatorischen, personellen und finanziellen Rahmenbedingungen ein solches Angebot geschaffen werden könnte. “In diesen Entwicklungsprozess sollten möglichst viele potenzielle Beteiligte eingebunden werden”, betont die FDP mit Blick auf Gemeinden, Kostrnträger, Ärzte und Hebammen. Die Fraktion fordert zeitnahe und zügige Arbeit, “damit die Ergebnisse möglichst bald in den Gremien des Landkreises erörtert werden können.”





