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Chancen zur Eigenentwicklung

Ortsrat Heiligenloh / Bauflächen in Borwede

Wappen Heiligenloh

Wappen Heiligenloh

Heiligenloh (reg) • Fast schon in familiärer Atmosphäre tagte am Mittwochabend der Heiligenloher Ortsrat. Der stellvertretende Ortsbürgermeister Gerd Austerhoff stellte zunächst die Beschlussfähigkeit fest, bevor es zum ersten Tagesordnungspunkt, der Bauleitplanung der Stadt Twistringen – Chancen für eine Wohnbebauung im Ortsteil Borwede, überging. Gemeinsam mit Twistringens Bürgermeister Karl Meyer erklärte Austerhoff dann, was für Borwede zukünftig geplant sei. So gäbe es in Borwede schon seit langem den Wunsch, Baumöglichketien für die Eigenentwicklung des Ortes zu schaffen. In der Vergangenheit konnte dieser Wunsch allerdings auf Grund der vorhandenen Immissionsbelastungen nicht erfüllt werden. Auch eine Auswietung von Bauflächen war bisher nicht möglich. Doch nun hätte sich die Sachlage geändert. Bei der Bewertung von Immissionen aus landwirtschaftlichen Flächen seien neue Bebauungsmöglichkeiten entstanden, sodass auch Bauflächen im Flächennutzungsplan von Borwede vorgesehen werden könnten, schildert Bürgermeister Meyer. Auch mit dem Landkreis Diepholz hätte es bereits Gespräche gegeben und der städtische Bauausschuss sprich sich, so Meyer, ebenso positiv für die Nutzungsänderung der landwirtschaftlichen Flächen aus. Christian Gelhaus, zuständig für Baulückenkataster und Bauwillige, stellte den Anwesenden kurz vor, wo diese neuen Flächen entstehen könnten. Dies sei zum einen in der Nähe des Borweder Spielplatzes und zum anderen am Ortsausgang. “So könnte ausreichend Potential für die nächsten Jahre geschaffen werden”, war er sich sicher. Und auch der Ortsrat war von diesem Konzept überzeugt, so dass ein einstimmiges Votum für die Bauleitplanung aussprach.

Quelle: Kreiszeitung vom 01.07.2011

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“Vielleicht wird Heiligenloh ein zweites Worpswede”

Twistringen (sn/al) Heiligenloh wird sich für das Projekt “Kunst fürs Dorf – Dörfer für die Kunst” der Deutschen Stiftung Kulturlandschaft Niedersachsen bewerben.

Der Rat der Stadt Twistringen gab am Dienstagabend im Rahmen einer öffentlichen Sitzung im Rathaussaal dafür grünes Licht. Ziel ist es, Vertreter großer internationaler Kunst mit kleinen Landgemeinden in Gespräch zu bringen. Das Dorf wird zum Atelier, in dem der Künstler sechs Monate lebt und arbeitet. Die Gemeinden übernehmen eine aktive Rolle als Auftraggeber und Mitgestalter der Kunst. Die Stiftung wählt fünf Gemeinden aus, in denen ein Kunstwerk geschaffen werden wird. Jeder Künstler unterstützt sie mit 20.000 €. Das Projekt soll im März des kommenden Jahres starten. Für die Zeit des Aufenthaltes stellt die Ortschaft dem Künstler einen passenden Atelierraum und eine Unterkunft kostenlos zur Verfügung. Dafür sorgt in Heiligenloh Ute Abeling.

 

Heiligenloh

Foto: Google Maps

Der Stadtrat äußerte sich durchweg positiv zu der Idee und hofft, dass Heiligenloh den Zuschlag erhält. “Es ist sehr positiv, wenn Heiligenloher Bürger sich einsetzen und man sollte dieses befürworten”, so Peter Dünzelmann von Seiten der CDU. Dem schloss sich Hermann Niederwestberg, Fraktionsvorsitzender der Grünen an. “Vielleicht wird Heiligenloh dann ein zweites Worpswede”, kam es aus der Versammlung. Weiter auf der Tagesordnung stand die Benennung des Vertreters der Stadt im Stiftungsvorstand “Schulstiftung Gymnasium Twistringen”. Dem Vorschlag, den Bürgermeister zu benennen, folgten alle Ratsvertreter ohne längere Diskussion. Im Verhinderungsfall tritt an Stelle ein vom Bürgermeister zu benennender Bediensteter der Stadt.

Auch in Bezug auf die Kinderbetreuung wollen alle an einem Strang ziehen. “Wir sind gesetzlich dazu angehalten, bis 2013 die Versorgungsquote von 35 % zu erreichen”, erklärte Bürgermeister Karl Meyer. Demnach sollen bereits in diesem Jahr 26,5 %, aufgeteilt in Krippenplätze, Plätze in der Tagespflege, in altersgemischte Gruppen sowie andere Angebotsformen angeboten werden. 2011 seien es 36,5 % und bereits im Jahr 2012 38 %. “Das sind Zahlen nach dem heutigen Kenntnisstand, die jährlich überarbeitet werden müssen”, so Meyer. Das Votum viel einstimmig aus.

Artikel der Kreiszeitung vom 30.09.2010

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