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Windkraft: Anträge liegen vor

Aber keine Entscheidung im Ausschuss

Aufbau eienr Windkraftanlage

Noch mehr Windparks in Twistringen? /// Foto: Windpark Hettinger Eulsberg GmbH & Co. KG

Twistringen (tw) • Es bleibt beim Denkanstoß: Zu einer klaren Entscheidung oder zumindest einem Signal konnte sich der Twistringer Bauausschuss diese Woche nicht durchringen. Dabei drängt die Zeit, Anträge für neue Windkraftanlagen, gerade auch für Altenmarhorst, liegen vor. Ändert die Stadt Twistringen ihre Bauleitplanung und den Flächennutzungsplan? Nein, noch nicht.

Bereits im Oktober 2010 hatte der Bauausschuss das Thema behandelt, damals allerdings entschieden, sich vom Landkreis nicht hineinreden zu lassen und den so genannten Masterplan, den ohnehin nicht alle Gemeinden akzeptieren, keineswegs als Grundlage zukünftigen Handelns heranzuziehen.

Die Ausgangslage nun im Fachgremium unter dem Vorsitz von Friedrich Nordmann (SPD) aus Bissenhausen war eine andere: Zwei Sondergebiete für Windparks gibt es, eine davon in Üssinghausen (Abbenhausen). Sechs Turbinen bringen zwölf Megawatt. Bürgermeister Karl Meyer: Die Stadt sei zwar damit auf der sicheren Seite. Aber: Habe Tringen alles getan oder müsse noch mehr an Fläche zur Verfügung gestellt werden? “Nach Japan und Fukushima wird anders diskutiert”, betonte Meyer, und mehr Energie aus regenerativen Quellen gefordert. Nach dem Masterplan “Neue Energien – Standortkonzept Windenergie des Landreises Diepholz” und einer Studie des Deutschen Windenergie-Instituts in Wilhelmshaven gibt das Twistringer Stadtgebiet noch mehr Potenzialflächen her. Der Bürgermeister erklärte auch gleich, warum man nun unter Zeitdruck stehe: Im Zuge der Flurbereinigung in Altenmarhorst erforderten Anträge auf neue Windkraftanlagen eine rasche Entscheidung. Daran sei auch die für die Flurbereinigung zuständige Landesbehörde in Sulingen stark interessiert.
Soll Twistringen weitere Windparks zulassen? Bürgermeister Meyer meint: Ja, und man müsse sich sehr viel stärker mit regenerativen Quellen beschäftigen. Und die kommunale Wertschöpfung sei auch ein wichtiges Argument, hieß es. Meyer würde die Gewerbesteuern dann acuh lieber in die eigene Stadtkasse fließen lassen. “Wir haben nichts von Windrädern, die jenseits der Stadtgrenze, etwa in Barnstorf, Bassum oder Schwaförden, stehen.” Die Politik müsse sich entscheiden.

Auch das Thema Biogasanlagen müssten sich Rat und Verwaltung Gedanken machen. CDU-Sprecher Hubert Diephaus-Borchers meinte, zweimal schon habe man in der Vergangenheit gesagt, dass über priviligierte Maßnahmen hinaus keine weiteren Anlagen zugelassen werden sollten. “Eigentlich gibt es keine Fläche, wo man ohne Belastungen bauen könnte.”

Karl Meyer schließlich: “Ende 2010 ist das Thema im Bauausschuss behandelt worden, aber bis heute gibt es keine klare Haltung dazu. Wir brauchen aber eine Entscheidung.”

Quelle: Kreiszeitung vom 27.05.2011

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